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Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS), Morbus Sudeck (CRPS Typ I), Kausalgie (CRPS Typ II)

Definition

Es wird in einen CRPS Typ I (M. Sudeck) ohne Nervenverletzung und einen CRPS Typ II (Kausalgie) mit Nervenverletzung unterteilt.

Die Krankheit kann unbehandelt einen chronischen Verlauf nehmen. Prof. Paul Sudeck führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Einteilung nach zeitlichem Verlauf in Stadien ein, die mittlerweile, insbesondere in der Forschung kaum noch eine Rolle spielt.

Die Krankheitszeichen (Symptome) sind anfangs sehr unspezifisch, so dass oft die Diagnosestellung stark verzögert wird. Es kommen Beeinträchtigungen der Beweglichkeit oder auch Schwächezustände vor, oft mit sehr starken Schmerzen verbunden. Eine stark erhöhte Schmerzhaftigkeit, Ruheschmerz der auch Taubheit und Fremdheitsgefühl der betroffenen Extremität sind möglich. Weiterhin kommt es oft zu Temperaturveränderungen, Schwellungen (Ödeme) und oft auch eine erhöhte Schwitzneigung (Hyperhidrosis) vor. In vielen Fällen kommt es auch zu einer Änderung des Nagel- und Haarwachstums sowie auch zum Abbau (Atrophie) der Muskulatur kommen mit ausgeprägten Einschränkungen der Beweglichkeit.

Die Erkrankung tritt bei Erwachsenen häufiger an den oberen Gliedmaßen als an den unteren auf, sie ist relativ häufig nach Radiusfrakturen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Bei noch nicht zufriedenstellend geklärtem Entstehungsmechanismus wird eine neuronale Entzündungsreaktion, sowohl peripher als auch zentral, in Kombination mit einer kortikalen Reorganisation als Ursache diskutiert.

Bemerkenswert ist, dass das Auftreten eines CRPS und dessen Schweregrad nicht vom Schweregrad der Ausgangsverletzung abhängt. Weiterhin bestehen Hinweise auf eine genetische Disposition. In mehreren wissenschaftlichen Studien konnten auch psychische Einflüsse auf die Erkrankung gefunden werden.

Die distale Radiusfraktur (handgelenknaher Knochenbruch) ist die häufigste einem CRPS vorausgehende Verletzung.

Die Therapie sollte in interdisziplinärer Zusammenarbeit erfolgen, wobei neben Schmerzmedikamenten auch Präparate zur Knochenregeneration, Ergotherapie, Physiotherapie, abschwellende Medikamente und auch örtliche Betäubungsmittel zum Einsatz kommen.

Die Prognose ist bei verspäteter oder auch nicht optimaler Therapie als eher ungünstig anzusehen, auch da die Symptome meist erst spät erkannt werden.

Nachfolgend finden Sie Behandlungsangebote, die in Abstimmung mit Ihnen zu Ihrem persönlichen Therapiekonzept zusammengestellt werden.